Die Welt der Informationen hat sich vollkommen geändert - Ein Gespräch mit Melanie Amann liefert den vollständigen und kostenlosen "Spiegel" dazu
Welt der Informationen im Wandel
Der Spiegel bezeichnete sich 2023 als Zeitschrift mit der höchsten Reichweite. Fünf Millionen Leser scheint erst einmal eine Hausnummer zu sein. Fünf Millionen Leser bedeuten bestenfalls 6% Reichweite. Auch aktuell gibt der Spiegel an die höchste Reichweite zu haben - Auch wenn die Reichweite von fünf Millionen auf 630.000 Ausgaben gefallen ist.
Im Internet erreicht Spiegel.de 7,3 Millionen an.
Ordnen wir dies einmal ein. {ungescripted} by Ben hat 940.000 Abonnenten. Youtube und ein gedrucktes Magazin sind etwas völlig unterschiedliches. Doch eigentlich gibt es keinen Unterschied. Denn es geht um ZEIT. “Ben” bindet pro Woche bis zu sechs Stunden wenn man seine Beiträge ansieht. In Bezug auf ZEIT sind beide Angebote also vergleichbar.
Seit Beginn kommt Ben auf eine Million wöchentliche Aufrufe. Dazu kommen die Aufrufe über andere Anbieter wie Spotify, Apple, Instagram. Die bisher größte Zuhörerzahl hat er jüngst mit 5,5 Mio. erreicht.
Kurz, ein Einzelner, von mehreren, übertrifft den Spiegel.
Ben ist im Grund ein kleines Licht. Denn andere kommen auf 16,8 Millionen Abonnenten und 1,45 Milliarden Aufrufe. Einzelne Sendungen erreichen bis 19 Millionen Aufrufe!
Jung & Naiv von Tilo Jung
Auch er erreicht eine hohe Reichweite. In den unbrauchbaren Kategorien, aber nach wie vor typisch zählt sich Tilo Jung zu den “Linken”.
Rohe, ungefilterte Gespräche
Die beiden obigen Beispiele haben ein gemeinsames Konzept. Sie lassen Gäste roh und ungefiltert sprechen. Die Moderation ist so unterschwellig, daß sie praktisch nicht auffällt.
Die Hauptmedien versuchen nun mit Einzelpersonen dieses erfolgreichen Konzept zu kopieren
Melanie, kürzlich noch beim Spiegel, nun bei Funke Medien, hat jetzt ihren eigenen Podcast
Spannend ist, daß dieses Angebot auf das Björn Höcke Gespräch von Ben Berndt folgt. Sogar der Auftrakt des Podcast ist genau ein Gespräch mit Ben Berndt und das Gespräch mit Björn Höcke.
Ich bin gespannt, ob es den Hauptmedien gelingt das Konzept erfolgreicher Neuaufsteiger zu kopieren. Ich denke, daß es nicht funktioniert. Sie setzen auf verbrannte Gesichter. Zum anderen sind diese Leute nicht in der Lage diese rohe, ungefilterte, unwertende Art des Gesprächs umzusetzen. Sie haben es nie gelernt oder verlernt.
{ungescripted} versus [un]framed Hat sie das Konzept von “Ben” kopiert?
Die Welt der Informationen hat sich vollkommen geändert - Ein Gespräch mit Melanie Amann liefert den vollständigen und kostenlosen “Spiegel” dazu
“Als mündiger Bürger, würde ich es gern selbst “einordnen”! Danke!
Die Melanie scheint ein Problem damit zu haben, dass Leute selber denken können. Das zeigt eine der häufigsten Kommentare zu dem Gespräch:
“Wenn ich noch ein mal das Wort “Einordnen” höre...
Melanie hat eine tiefe Prägung welche permanent durchschlägt:
Sie will für die Menschen einordnen
Sie bezeichnet sich als Journalistin, deren Ethos Haltung und Verantwortung ist. Das heißt auch und ist das Hauptthema des Gesprächs zwischen Ben und Melanie. Melanie hätte Björn Höcke nicht die Möglichkeit gegeben sich einem Millionenpublikum zu präsentieren.
Melanie hat einen kostenlosen “Spiegel” bekommen - Wenn sie schlau ist kann sie diesen Spiegel gewinnbringend nutzen
Das Gespräch ist mehr, es ist ein kostenloser Spiegel für alle Hauptmedien, eine kostenlose Analyse woran es in den ehemaligen Hauptmedien klemmt. Das Gespräch zwischen Melanie und Ben brachte 9000 Kommentare. Die Auswertung ergibt 16 Hauptprobleme der ehemaligen Hauptmedien. Und damit auch 16 Hauptänderungen bei den Menschen in Sachen “Informationsverbreitung”:
Gegen Einordnung: ”Wir sind mündig – kein betreutes Denken.”
Lob für Bens Format: ”Reden lassen, nicht bewerten.”
Charakterkritik an Amann (Verbrannte Gesichter): ”Arrogant, ideologisch, unsympathisch.”
Selbstentlarvung: ”Sie zeigt ihr wahres Gesicht, wenn man sie lässt.”
Bruchpunkte in der Medienwelt, Köln Silvesternacht 2015/16 als historischer Bruchpunkt: “Dieses Einordnen fing, nach meinem Empfinden, 2015 an. Nach der Silvesternacht bin ich aufgewacht. Die Gewalt, die da schon stattgefunden hat, wurde von der Politik und den Journalisten eingeordnet und jeder, der etwas Kritisches gesagt hat, wurde als Rassist abgestempelt. Da fing das meiner Meinung nach an.”
Bruchpunkte in der Medienwelt, Corona als Bruch”Seit der Pandemie ist der alte Journalismus tot.”
Solidarisierungsfähigkeit: Dank an Ben: ”Mach weiter so – wir stehen hinter dir.”
Nicht-Journalismus als Qualität: ”Bens Wert ist die Befreiung vom Journalismus.”
DDR-Vergleiche: ”Das ist wie in der DDR 2.0.”
Körperliche Reaktionen: ”Mir wird übel, Nackenhaare stellen sich auf.”
Dialog als demokratischer Wert: ”Miteinander reden, nicht übereinander.”
Handlungsorientierung: ”Kein Click für sie, Boykott, Volksabstimmung.”
Erinnerungen und Manifestierungen (Die Menschen sind nicht so vergessliche wie man ihnen nachsagt), Nennung viler konkreter Skandale: ”Relotius, Gates-Spende, Correctiv, Jungfernstieg.”
Umkehrthese: ”Rechts wird man wegen der Linken, nicht der Rechten.”
Brandmauersyndrom, direkte Konfrontationen gewünscht: ”Amann UND Höcke zusammen einladen.”
Eliten-Netzwerke und persönliche Verflechtungen: “Meine Meinung über diesen Lanz/Habeck Groupy hat sich bestätigt.”
Ursachensuche für den Untergang der Hauptmedien - die Journalistenausbildung
Traditionelles Selbstverständnis: In der journalistischen Ausbildung ist die Norm der Objektivität tief verankert - Also gut und grund-legend.
Die Objektivität gilt als die zentrale Legitimationsinstanz der Berufsethik.
ABER Objektivität bedeutet etwas Objekten zuzuordnen. Genau hier liegt das Problem. Denn es gibt einen Bereich der objektiv wirkt obwohl in die Subjektivität gerutscht ist. Rot ist rot und grün ist grün - vollkommen objektiv. Das Bild ist häßlich kann objektiv oder subjektiv sein. Wenn die Mehrheit es häßlich findet, dann wird Subjektivität zur scheinbaren Objektivität.
Objektzuordnung bedeutet zwangsläufig die Zuordnung zu einer Schublade. Das kommt durch einen Kommentar hervorragend zum Ausdruck:
”Rechts wird man wegen der Linken, nicht der Rechten.”
Der “Gatekeeper”, der Journalist, trifft für das Publikum eine Vorauswahl und ordnet die Informationen, um Orientierung in einer komplexen Welt zu bieten.
Diese Rolle eines “Moderators” oder “Übersetzers” wird in der Ausbildung vermittelt und als essenzieller Beitrag zur Demokratie verstanden.
Das akademische Ideal des erklärenden Journalisten kollidiert frontal mit dem Wunsch des Publikums nach Rohinformationen.
Eine Studie hierzu thematisiert dieses Phänomen wunderbar:
Ein Journalist geht am liebsten an Insider um Informationen zu bekommen. ABER die Insider sind in der Regel die einflußreichsten Stellen. Das ist sicher ein Garant für den persönlichen Erfolg. Beispielsweise ein Kanzler, sein Assistent, Minister, Staatsekretäre, etc..
Doch um dort Informationen zu bekommen ist ein Journalist dazu gezwungen ein gutes Verhältnis zu pflegen. Die Einflußreichen sehen das auch als Chance und können damit gezielt spielen.
Die Objektivität ist damit komplett dahin!
Schon 1695 ist klar, daß Wahrhaftigkeit der einzige Weg zur Reputation ist.
Das erfüllt heute kein Hauptmedium. Das ist der Erfolg von Leuten wie Ben Berndt und den Bürger-”Journalisten”, die z.B. einfach nur stundenlang Demos filmen und übertragen.
Die Forschung weiß, daß die Medienhäuser ein Problem haben.
Sie hat erkannt, daß sie die Haltung nicht kaschiert werden kann.
Entweder ist es offensichtlich, selbst und offen gewählt oder Bauch und Herz des Publikums meldet Alarm.
Die Medienhäuser und Journalisten haben durchaus den Versuch gemacht auf die obigen Erkenntnisse zu reagieren.
Aus ihrer Haut sind sie damit aber nicht herausgekommen - Warum?
Sie verkaufen “Fakten” durch die Verwendung von Experten oder Wissenschaft. Zuletzt mantraartig, als das auch nicht mehr klappte, mit: Höre auf die Wissenschaft, Wissenschaftsleugner, …
Journalismus beleuchtet
Mangelnde Diversität: Journalistenkarrieren sind stark vom Elternhaus abhängig. Journalisten kommen überwiegend aus einkommensstarken, akademisch geprägten Familien.
Blase: Diese homogenen Teams aus ähnlichen sozioökonomischen Verhältnissen neigen dazu, eine ähnliche Perspektive auf die Welt zu haben.
Der Spiegel – “Sturmgeschütz der Demokratie”: Der “Spiegel” versteht sich traditionell nicht als neutraler Chronist, sondern als politischer Akteur, der die “wehrhafte Demokratie” aktiv gegen ihre Feinde verteidigen muss. Diese kämpferische Haltung (”im Zweifel links”) mag innerhalb eines linken Milieus verstanden werden, wirkt aber aus der Perspektive der Kommentierenden wie eine staatstragende “Systempresse”, die sich über die Meinung des Volkes stellt.
Der ÖRR zwischen Objektivität und links-liberaler Tendenz: Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist das Spannungsfeld rechtlich besonders heikel. Der Auftrag lautet nicht auf “Neutralität”, sondern auf Objektivität, Unparteilichkeit und die ausgewogene Darstellung der Meinungsvielfalt. Die beschriebene, sozialstaatlich und liberal-progressive Tendenz in der Berichterstattung, die auch durch Studien belegt wird, führt demnach nicht zu einem Verstoß gegen den Auftrag, bestätigt aber das Gefühl vieler Bürger, dass ihre eigene (konservative oder marktliberale) Perspektive in der Öffentlich-Rechtlichen Berichterstattung zu kurz kommt. Die juristisch präzisen Begriffe der “Ausgewogenheit” werden im öffentlichen Diskurs oft mit dem unscharfen Begriff der “Neutralität” gleichgesetzt, was zu Missverständnissen führt.
Medienhäuser beleuchtet
Konzentration der ehemaligen Hauptmedien
Die Medien stehen unter wirtschaftlichen Druck
Sie sind zu Einsparungen in den Redaktionen gezwungen
Die Eigenbeiträge haben stark abgenommen und wurden durch ein anderen Konzentrator aufgefüllt.
Sie sind von Werbepartnern abhängig
Das sind zahlungskräftige Kunden. Typischerweise Konzerne, Konzerne mit eigener Agenda!
Das Ergebnis sind Zusammenschlüsse zu wenigen zentralen Unternehmen
Funke Mediengruppe
Ippen Media
Madsack
Neue Pressegesellschaft
Axel Springer (Bild, Welt, etc.)
Südwestdeutsche Medienholding (SWMH)
Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck
Bertelsmann
Rudolf Augstein GmbH (Spiegel, etc.)
Presseagenturen - Konzentratoren
Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 basiert fast jeder dritte Beitrag (29%) in deutschen Medien auf Agenturmaterial, Tendenz steigend.
Ein direktes Ergebnis des wirtschaftlichen Drucks. Verlage sparen bei eigenen Redaktionen und weichen auf günstigeres Agenturmaterial aus.
Die Welt der Konzentratoren:
Monopolist dpa: 87% kommt von der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die dpa ist der Nachrichtenmonopolist in Deutschland geworden.Zirkelschluß: Da auch die dpa ihre Inhalte in großen Teilen aus den Redaktionen großer Tageszeitungen bezieht, führt der Redaktionsabbau bei diesen dazu, dass die Inhalte der Agentur und damit die der gesamten Medienlandschaft noch homogener werden.
Vom Journalisten, von der Zeitung, vom Magazin zum Verteiler, Distributor
Der hohe Anteil von Agenturmaterial hat die Medien von der aktiver Recherche zur reinen Distribution verändert.
Die dpa hat eine unangefochtene Monopolstellung erreicht: “Kein Medienunternehmen kann an ihr vorbei, wenn es darum geht, erst einmal die Grundversorgung mit aktuellem Nachrichtenmaterial zu sichern.”
Damit haben viele Redaktionen ihre einstige Kernaufgabe, eigenständig Themen zu recherchieren und zu gewichten, an einen externen Dienstleister abgegeben.
Phänomen der “Gleichschaltung”: Die Abhängigkeit von einer Quelle, wie dpa, führt zu einer “bei vielen Themen zu beobachtenden Homogenität der Berichterstattung und Kommentierung über viele Haupt-Medien hinweg”.
Die Folge: eine gleichgeschaltete öffentliche Wahrnehmung.
“Wir haben also keine Gleichschaltung sondern haben eine Gleichschaltung durch wirtschaftlichen Druck.
Die Online Angebote der Medienhäuser verschärfen das Phänomen, da sie alle Agentur-Distributoren sind. Eine Internetsuche zu einem Thema zeigt dann wie, gleichgeschaltet, identische oder leicht abgewandelte Schlagzeilen.
Die Medienhäuser sind nicht direkt gleichgeschaltet aber verbreiten ein Monopol. Das Phänomen der Gleichschaltung stammt von einem Oligopol von drei, vier dominanten Presseagenturen.
Warum ist die dpa so dominant?
Besonders problematisch wird die marktbeherrschende Stellung der dpa durch ihre zunehmende öffentliche Finanzierung.
Die dpa erhielt in den vergangenen Jahren Förderungen in Millionenhöhe aus öffentlichen Mitteln, unter anderem 750.000 € für das Projekt “Drive Me”, 321.000 € für den “Democracy Newsroom” und 1 Million € für das Projekt “Jahr der Nachricht” aus dem Bundesinnenministerium – ohne vorherige Ausschreibung.
Die dpa-Zentralen produzieren nicht einfach Nachrichten – sie liefern eine fertige Einordnung, Erzählung, Haltung.
Eine Medienwelt die ein vielfaches größer geworden ist und die traditionellen Medien ersetzt haben
Social Mediagruppen (Facebook, Telegram, etc..), Podcaster, Bürgerjournalisten, etc. haben die traditionellen Medien zum großen Teil ersetzt.
Ein Videofilmer geht auf Demos und filmt einfach. Es ist als wäre man selbst dabei. Es ist langweilig oder spannend - Es ist roh, direkt, ungefiltert, authentisch.
Z.B. filmt ein Bürger zwei Stunden Xavier Naidoo vom ersten bis zum letzten Moment. Die Hauptmedien schneiden 3-5 Momente und schreiben von Verschwörungstheoretiker, Schwurbler, etc..
Ein Sender sendet einen Zusammenschnitt und Eindordnung.
Die Menschen fühlen die Künstlichkeit der ehemaligen Hauptmedien
Das Fühlen scheint eine neue Dimension bei den Menschen eingenommen hat.
Bei Künstlichkeit fehlt das Fühlen. Der Bauch spielt nicht mit. Das Herz liegt in der eigenen Wirklichkeit wo ganz anders. Das Herz hofft, daß z.B. der eigene Arbeitsplatz in dem Unternehme er arbeitet, überlebt.
Das entscheidende neue Element: Das Fühlen
Die Menschen haben gelernt, Künstlichkeit zu riechen. Wenn ein Sender eine Demo als 90-Sekunden-Bild-Zusammenschnitt mit einordnendem Kommentar, typischerweise “alles Rechtsradikale”, liefert, fehlt etwas: die Atmosphäre, die Gerüche, die Angst, die Wut, die Hoffnung – all das, was ein Bürgerjournalist mit seinem Handy einfängt.
Das Herz lebt in einer anderen Wirklichkeit. Während die Talkshow diskutiert, ob der Arbeitsmarkt stabil ist, hofft der Zuschauer, dass seine Fabrik nicht schließt. Diese existenzielle Diskrepanz zwischen Medienrealität und gelebter Realität erzeugt ein tiefes Gefühl der Entfremdung.
Die Konsequenz
Die Menschen wenden sich ab von der glatten, aber leblosen Inszenierung und hin zu dem, was echt wirkt – selbst wenn es unscharf, wackelig oder “langweilig” ist. Denn Langeweile ist ein echtes Gefühl. Inszenierte Spannung ist es nicht.
Die traditionellen Medien haben die Macht über die Köpfe verloren, weil sie nie die Herzen erreicht haben.
Die neuen Formate gewinnen, weil sie genau das öliefern: Sie lassen das Herz mitfühlen – mit der Angst um den Arbeitsplatz, mit der Wut auf ungerechte Politik, mit der Freude über ungefilterte Begegnungen.
Kurz: Der Paradigmenwechsel: Von der Inszenierung zum Erleben
Die Hauptmedien existieren eigentlich gar nicht mehr oder nur noch für kurze Dauer
Sie leben überwiegend von Bruchteilen der Nichtrentner und vor allem durch die Rentner. Alle anderen sind mit dem Internet so vertraut, daß sie 99% ihrer Zeit Informationen über andere Wege beziehen.
Wahrscheinlich dauert es noch maximal 10 Jahre bis die Hauptmedien vollständig abgelöst sind.
Die wahre neue Medienmacht ist Google
Ohne Google Youtube sind Phänomene wie Ben Berndt nicht möglich.
Google ermöglicht Einkommen pro Klick und ist damit die unbedingte Grundlage für solcher Karrieren. Dazu kommen Sponsoren für Werbung.
Der Betrieb von Youtube verschlingt gewaltige Investitions- und Betriebskosten. Bisher konnte niemand die Reichweite von Youtube schlagen, da niemand so viel Geld aufbringen konnte.
Es gibt zwar Alternativen und auch hier kann man sehen, daß sie von Milliardären finanziert werden. Aus sozialen Gründen tun die das ebenso wenig wie Google. Dahinter liegt eine Absicht.
Die Absicht liegt auf der Hand und konnte erstmals während Corinna erlebt werden. Es wurde massiv zensiert, Videos wurden gelöscht bis hin zum Löschen ganzer Konten.
Geheimdienstlich ist Youtube nicht weniger relevant. Solche Software ist perfekt um jede Strömung der Menschen und die Menschen selbst zu überwachen.
Mein Schlußfazit
Ein grundlegender Wandel im Verhältnis zwischen Publikum und traditionellen Medien ist erreicht:
Vertrauensverlust ist systemisch, nicht auf einzelne Personen oder Fehler reduzierbar.
Authentizität und Rohheit werden höher bewertet als professionelle Aufbereitung.
Eigenständige Meinungsbildung ist zum Identitätsmerkmal geworden.
Historische Vergleiche (DDR) zeigen, dass der Bruch als epochal empfunden wird.
Handlungsmacht wird reklamiert – durch Klicks, Boykotte oder politische Forderungen.
Was müßte sich bei den Mainstream Medien ändern?
Radikaler Wandel der traditionellen Medien: Weg vom Haltungsjournalismus, hin zu strikt neutraler, quellenorientierter Berichterstattung ohne moralisierende Einordnung.
Transparente Aufarbeitung eigener Skandale: Etwa eine unabhängige Untersuchung der Gates-Spende, eine schonungslose Relotius-Nachbereitung, Eingeständnis von Fehlern in der Corona- und Silvesternacht-Berichterstattung.
Personelle Erneuerung: Austausch der als “Systemgesichter” wahrgenommenen Journalist:innen (Amann, Hayali, Lanz, Restle etc.) gegen Personen ohne erkennbare ideologische Bindung.
Langjährige konsistente Beweisführung: Über Jahre hinweg müssten die Medien zeigen, dass sie auch unbequeme Wahrheiten (z.B. über Migrationskriminalität, Impfnebenwirkungen, Wirtschaftsprobleme) ungefiltert berichten.
Abbau der Medienkonzentration: Weniger dpa-Dominanz, mehr echte redaktionelle Vielfalt, Ende staatlicher Förderung marktbeherrschender Agenturen.
Ist diese Änderung realistisch?
Wohl kaum, also werden “andere” das Ruder übernehmen, was bereits geschehen ist und durch Rollierung bei den Rentern in 10 Jahren wahrscheinlich weitgehend abgeschlossen ist.
Anhang
Aus den Kommentaren
In den Kommentaren genannte Namen:
Ben, Melanie Amann, Björn Höcke, Jens Spahn, Dunja Hayali, Saskia Esken, Stefan Homburg, Claus Relotius, Bill Gates, Thomas Röper, Udo Ulfkotte, Harald Martenstein, Ulrike Guerot, Peter Hahne, Joachim Steinöfel, Jordan Peterson, Sebastian Kurz, Julian Reichelt, Markus Lanz, Jan van Aken, Gregor Gysi, Sarah Wagenknecht, Ken Jebsen, Tom Lausen, Reiner Füllmich, Ulf Poschardt, Georg Restle, Sucharit Bhakdi, Wolfgang Wodarg, Hockerz, Robert Habeck, Jan Böhmermann, Angela Merkel, Spiegel, Correctiv, RKI, NPD, AfD, CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FAZ, Zeit, Funke Medien, ÖRR, GEZ, Atlantikbrücke, Verfassungsschutz, NSDAP, DDR, Wannsee, Enquete-Kommission, Rammstein
In den Kommentaren genannte Themen:
Relotius-Fälschung, Gates-Spende an Spiegel, Correctiv-Potsdam-Recherche, Silvesternacht 2015 Köln, Corona-Pandemie, Maskenskandal Jens Spahn, Rammstein-Kampagne des Spiegel, Jungfernstieg-Aussage von Melanie Amann, Höckes Mordkomplott-Aussage, RKI-Protokolle, Mistgabel-Mopp (Bauernproteste), Wannsee 2.0 Vergleich, DDR 2.0 Vergleich, Volksabstimmungsforderung, Kritik am Begriff Einordnen, Haltungsjournalismus, Impfschäden (ein Toter und zehn mit Folgeschäden aus einem Verein), Spahn ist noch im Amt, Esken totalitäre Aussage
https://meedia.de/news/beitrag/17732-debatte-um-staatliche-zuschuesse-dpa-in-der-kritik.html















